Am Thema "Freigang" scheiden sich die Geister.........

Die meisten Züchter verkaufen Ihre Katzen nicht in ungesicherten Freigang, und das mit gutem Grund: ausser dem Hauptgrund Strassenverkehr lauern auch noch andere Gefahren auf das Tier. Giftköder, Tierquäler, Unfälle, Tierfänger usw. sind nur ein paar Argumente von der Horror-Liste. Ja, und dann kann es auch noch passieren, dass irgend jemand im Umkreis deine Katze als Rassekatze erkennt und schlichtweg einbehält.

Die Freigänger-Fraktion argumentiert, dass nur im Freigang ein katzengerechtes Leben möglich ist. Eine Katze muss jagen können und frei durch die Wiesen streifen können. Die Gefahren sind nun mal die Gefahren des Lebens.

Die Wohnungskatzen-Fraktion hält genau diese Gefahren dagegen und dass eine Katze den Freigang nicht vermisst, wenn sie ihn nicht kennt. Selbstverständlich muss eine Wohnungskatze mehr Spiel- und auch Rückzugsmöglichkeiten haben als ein Freigänger. Und braucht auch mehr "Animation" durch dich. Aber du hast ja schließlich eine Katze, weil du Zeit mit ihr verbringen möchtest.

Was ist nun richtig? Diese Frage wird niemand beantworten können, es gibt kein absolutes "Richtig" oder "Falsch". Hier muss jeder seine eigene Position finden. Ich persönlich möchte nicht mit der Ungewissheit leben, dass meine Katze eines Tages einfach nicht zurück kommt von einem Ausflug. Und ich nie erfahre,  was aus ihr geworden ist. Dafür habe ich nicht die Nerven. Und ich verstehe die Züchter, die ihren liebevoll aufgezogenen Nachwuchs nicht in ungesicherten Freigang abgeben.

Ideal wäre sicher ein geeigneter Garten, der katzensicher eingezäunt werden kann, oder ein Freigehege. Ein gesicherter Balkon ist auch eine gute Möglichkeit. Manche Katzen lassen sich auch auf den beschränkten Freigang in einem Geschirr ein, das muss man ausprobieren.

Klar sollte auch sein: wenn ich eine Katze zu mir hole, die schon Freigang gewöhnt ist, sollte ich ihr auch weiterhin Freigang gewähren können. Es ist schwer und gelingt nicht so oft, aus einen Freigänger wieder eine Wohnungskatze zu machen. Der Versuch kann böse ins Auge gehen und z.B. zu Unsauberkeit und Aggression führen.

Wenn du trotz der Risiken überzeugter Freigänger-Fan bist, dann wirst du wahrscheinlich etwas länger nach einem Züchter suchen müssen. Oder sehr viel Überzeugungsarbeit bei dem Züchter deiner Wahl leisten müssen, um klar zu machen, dass bei dir das Risiko geringer ist. Natürlich hängt dies auch mit der Lage zusammen, in der du wohnst. Total ländlich, am Ortsrand und weitab von großen Strassen ist sicherlich eine völlig andere Situation als mitten im Ort an einer vielbefahrenen Hauptstraße oder direkt neben einer Bundesstrasse. Andererseits gibt es viele Tierheime, die so überzeugt von Freigang sind, dass sie nur behinderte oder alte Tiere in Wohnungshaltung ohne Freigang abgeben.

Egal, ob deine zukünftige Katze in Wohnungshaltung, gesichertem Freigang oder unbegrenzten Freigang leben wird: sprich das Thema offen und ehrlich an!

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